16. Juli 2008 | Von Regina Trabold

Das Senckenberg-Museum in Frankfurt

 
Triceratops
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Ganz schön groß ist der Triceratops, vor dem Tim und Tina aus Bensheim hier stehen. Foto: Regina Trabold.
Morgens weckte uns Mama. „Uns“, das sind: meine Schwester Tina, die drei Jahre alt ist, und ich, fünf Jahre alt. Papa sagte, dass wir heute die Dinosaurier besuchen. Ich war begeistert von dieser coolen Idee.

Dann sprangen wir schnell aus den Betten, putzten die Zähne, zogen uns an und ab ging die Post, damit wir den Zug nicht verpassen. Der fuhr bis nach Frankfurt. Danach stiegen wir in die U-Bahn. Das war spannend! Als wir ausstiegen, waren wir bald bei den Dinos.

Tyrannosaurus Rex und Stegosaurus empfingen uns schon vorm Senckenberg-Museum. Die waren groß, und es fehlte nicht viel, da hätte mich Stegosaurus in die Krallen bekommen. Vor Tyrannosaurus hatte ich ein bisschen Angst. Ich dachte, er verwandelt sich wieder in einen echten Saurier. Der könnte mich nämlich locker mit einem Happen verschlucken. Aber ich erinnerte mich an mein Dinosaurierbuch: Die Dinos sind schon vor vielen Millionen Jahren ausgestorben. Glück gehabt.

Nach und nach wurden ihre versteinerten Überreste von Paläontologen vorsichtig ausgegraben. Paläontologen suchen und untersuchen die Überreste von Lebewesen aus vergangenen Zeitaltern.

Was waren das für riesige Tiere! Die könnten sogar in mein Zimmer gucken – und ich wohne hoch unterm Dach.

Es gab aber auch kleinere Dinos, die waren nur so groß wie ein Huhn. Tina streichelte immer wieder Cera, das Baby von Triceratops, dem Saurier mit den drei Hörnern auf dem Kopf. Das fand sie richtig süß.

 
Urpferdchen
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Ganz schön klein sind dagegen die Urpferdchen, die in der Grube Messel ausgegraben worden sind. Foto: Regina Trabold.
Dann waren da noch viele Reptilien wie Riesen-Wasserschildkröten und eine 9 Meter lange Würgeschlange, die Anakonda. Die kann sogar ein Wasserschwein verschlingen.

Elefanten und Wale sind Säugetiere. „Deren Babies schlüpfen nicht aus Eiern, sondern werden lebend geboren und saugen bei der Mama an der Brust“, sagte mir Papa. Das Gerippe vom Wal, das war richtig groß. Wenn man von seinem Kopf bis zur Schwanzflosse rannte, war man ganz schön lange unterwegs.

Dima aus dem Eis, das einzig voll erhaltene Mammutbaby der Welt, ist vor 35 000 Jahren gestorben. Es war am Fuß verletzt und ist in eine Schlammkuhle gestürzt. Seine Mutter konnte es nicht retten. Aber im Eis in Sibirien wurde das Kälbchen gut erhalten. Dima wurde nur ein halbes Jahr alt und war schon so groß wie meine kleine Schwester.

Das Urpferdchen war goldig. Zum Reiten aber viel zu klein. Das wurde in der Grube Messel ausgegraben und nachgebaut, wie es früher einmal aussah. Messel liegt in der Nähe von Darmstadt. Das war vor Millionen von Jahren ein Kratersee und ist heute ein Weltnaturerbe, weil man dort viele Fossilien gefunden hat. „Fossilien sind versteinerte Lebewesen und Pflanzen“, erklärte Papa. „Die sind abgestorben und im Ursee versunken.“

Im 1. Stock waren wir von den vielen Tieren begeistert. Die waren nicht echt, sondern ausgestopft und wir konnten sie genau anschauen. Da gab es einen Saal voller Vögel und einen mit Säugetieren. Als wir das Känguru sahen, sprangen wir in die Luft. Als wir den Gepard sahen, rannten meine Schwester und ich schnell los. Wir wackelten wie die Pinguine im Kreis herum, sangen wie die Vögel und erschreckten uns vor der Kobra.

Tina schmuste mit den nachgemachten Babies. Wir konnten genau sehen, wie ein Baby im Bauch wächst: erst so klein wie ein Gummibärchen und nach ein paar Monaten so groß wie mein Teddy. Wir haben gesehen, wie Menschen früher aussahen und wie sie sich bis jetzt entwickelt haben.

Im Museum gibt es ein Kino mit Filmen über Tiere, Pflanzen und Umwelt. Da ruhten wir uns aus und guckten, wie ein ausgegrabener Dino nachgebaut wird.

Für den zweiten Stock im Senckenberg-Museum waren wir zu müde. Da gehen wir beim nächsten Mal hin. Aber den Vulkan schauten wir uns noch an. Wir brauchten nur einen Knopf zu drücken und ein kleiner Vulkan – natürlich kein echter – brach aus und es rauchte gewaltig.

Wir wissen jetzt, wie die Erde von innen aussieht. Was ein Seismograf (Erdbebenmessgerät) ist und wie die Planeten sich um die Sonne drehen.

Zum Schluss durften wir uns was zur Erinnerung aussuchen. Meine Schwester Tina suchte mir die Tyrannosaurus- Rex-Figur aus, und sie bekam einen kleinen Dino aus Stoff. Mit der nächsten U-Bahn sausten wir im Doppeldecker-Zug erschöpft zurück nach Bensheim.

 



Inhalt der Januarausgabe:
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  • In der Exotenserie stellen wir Euch diesmal die Bonobos vor.
  • Und Kinder-Echo-Leserin Charlotte Scheibel erklärt Euch ihr Hobby: das Voltigieren.
  • Natürlich gibt es auch im neuen Kinder-Echo noch vieles mehr zu entdecken: Rätsel, Gewinnspiele, Tipps und weitere interessante Geschichten und Berichte. Am besten findet ihr es einfach selbst im neuen Kinder-Echo heraus!

Viel Spaß beim Durchforsten der neuen Ausgabe und dem Entdecken noch vieler anderer Themen wünscht euch das Kinder-Echo-Team!

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