Was macht eigentlich ein Apotheker?
Die erste Lieferung neuer Medikamente bekommt die Rosen-Apotheke am frühen Morgen. Aber Harald Ernstberger muss auch aus anderen Gründen früh aufstehen. Er liefert nämlich vor der Geschäftsöffnung um 8.30 Uhr noch vorbestellte Medikamente an Ärzte und Kunden in der Umgebung aus. Wenn das erledigt ist, zieht Harald Ernstberger seinen weißen Apothekerkittel an und dann geht’s an die erste Post- und Medikamentensendung. Jetzt heißt es für ihn und seine Kolleginnen: Lieferung auspacken, Bestellkärtchen zuordnen, Preise auf die einzelnen Produkte kleben und Verfallsdatum überprüfen. Dieses wird mit dem Namen der Arznei in den Computer eingegeben. Schließlich wird alles in den Schubladenschrank geräumt.
Hart im Nehmen muss ein Apotheker auch sonst manchmal sein, zum Beispiel wenn er alle vier Wochen Nachtdienst hat. Es muss nämlich in erreichbarer Nähe für alle immer eine Apotheke dienstbereit sein, falls jemand nachts plötzlich krank wird und dringend etwas braucht. Hat Harald Ernstberger Nachtdienst, kann man bei ihm rund um die Uhr in der Apotheke klingeln. „Zum Wachbleiben lese ich dann oder schaue Fernsehen, wenn gerade nichts los ist“, erzählt der Apotheker.
Folgt kein Sonn- oder Feiertag und muss Harald Ernstberger auch am nächsten Tag weiterarbeiten, ist er bis zu 36 Stunden am Stück in der Arbeit. Puh! Auch wenn er seinen Beruf gerne mag, danach ist der Apotheker froh, wenn er seinen weißen Kittel ausziehen und endlich nach Hause gehen kann.



