Was macht eigentlich ein Sportreporter?
Manchmal fällt Mittag- und Abendessen aus
Seit fünf Wochen sind wir nun in Südafrika. Neun Journalisten aus Deutschland, von Hamburg im Norden bis nach Regensburg im Süden. Beim Frühstück wird der Tagesablauf besprochen. Wer fährt zur Pressekonferenz der deutschen Mannschaft, die etwa 50 Kilometer entfernt ihr Mannschaftsquartier hat. Wer braucht ein Auto - wir haben insgesamt fünf gemietet - um zu einem Spiel zu fahren.
Das Fahren war zu Beginn gar nicht so einfach, da in Südafrika Linksverkehr herrscht. Das Steuer auf der rechten Seite, auf der linken Straßenseite fahren. Doch nach wenigen Tagen haben wir uns daran gewöhnt. Zur Pressekonferenz um 12.30 Uhr kommt meist einer der Trainer, also Joachim Löw oder sein Assistent Hansi Flick, sowie ein Spieler. Sie erzählen, was es Neues gibt und beantworten die Fragen der Journalisten. Etwa 120 sind aus Deutschland in Südafrika, um für ihre Zeitungen zu berichten. Nach der Pressekonferenz, die etwa 45 Minuten dauert, geht es zurück in die Pension, um die Artikel zu schreiben. Oder aber es geht weiter zu einem der Stadien, um die Spiele anderer Mannschaften zu besuchen und auch darüber zu berichten. Das sind die Tage, an denen sowohl das Mittagessen als auch das Abendessen ausfallen. Doch nicht alle Strecken sind mit dem Auto zu bewältigen, denn Südafrika ist ein sehr großes Land - etwa vier Mal so groß wie Deutschland - und es gibt nicht so gut ausgebaute Autobahnen wie in Deutschland. Zu den Spielen der deutschen Mannschaft in Durban und Port Elizabeth mussten wir daher fliegen. Das sind die anstrengendsten Tage. Wie der in Durban, von dem ich euch hier mal kurz berichten möchte:
4 Uhr: Der Wecker klingelt. Fällt das schwer, jetzt aus dem warmen Bett zu kriechen. Denn nicht nur draußen ist es noch bitterkalt. In Südafrika ist momentan Winter, im 1350 Meter hoch gelegenen Pretoria gibt es sogar Nachtfrost. Und da die Häuser keine Heizung haben, ist es auch im Zimmer eiskalt.
4.30 Uhr: Wir fahren mit dem Auto an den Flughafen ins 40 Kilometer entfernte Johannesburg. Um 7.15 Uhr startet unser Flugzeug.
8.35 Uhr: Wir landen in Durban und sind überrascht, wie warm es ist. Durban liegt am Indischen Ozean, hier ist es wesentlich milder als bei uns in Pretoria. Der Bus bringt uns ins Stadion, wo wir zunächst unsere Eintrittskarte abholen und dann im Pressezentrum unsere Artikel schreiben.
13 Uhr: Bis zum Anpfiff des deutschen Spiels ist noch viel Zeit. Wir schlendern an der Strandpromenade entlang. Schade, dass wir zum Arbeiten hier sind und keinen Urlaub haben. Neid kommt auf, als wir die Touristen in Badehosen am Strand liegen sehen.
4 Uhr: Der Wecker klingelt. Fällt das schwer, jetzt aus dem warmen Bett zu kriechen. Denn nicht nur draußen ist es noch bitterkalt. In Südafrika ist momentan Winter, im 1350 Meter hoch gelegenen Pretoria gibt es sogar Nachtfrost. Und da die Häuser keine Heizung haben, ist es auch im Zimmer eiskalt.
4.30 Uhr: Wir fahren mit dem Auto an den Flughafen ins 40 Kilometer entfernte Johannesburg. Um 7.15 Uhr startet unser Flugzeug.
8.35 Uhr: Wir landen in Durban und sind überrascht, wie warm es ist. Durban liegt am Indischen Ozean, hier ist es wesentlich milder als bei uns in Pretoria. Der Bus bringt uns ins Stadion, wo wir zunächst unsere Eintrittskarte abholen und dann im Pressezentrum unsere Artikel schreiben.
13 Uhr: Bis zum Anpfiff des deutschen Spiels ist noch viel Zeit. Wir schlendern an der Strandpromenade entlang. Schade, dass wir zum Arbeiten hier sind und keinen Urlaub haben. Neid kommt auf, als wir die Touristen in Badehosen am Strand liegen sehen.
18 Uhr: Zurück im Stadion. Wir essen noch eine Kleinigkeit, dann geht es auf die Pressetribüne. Dort haben wir Pultplätze, mit Stromanschluss und Internetverbindung für unsere Laptops.
20.30 Uhr: Anpfiff. Jetzt wird es stressig. Denn der Bericht vom Spiel muss mit dem Schlusspfiff fertig sein. Schreiben und gleichzeitig das Spiel beobachten - gar nicht so leicht.
22.20: Pünktlich mit Spielende wird der Bericht per E-Mail in die Redaktion geschickt. Die Kollegen in Darmstadt platzieren ihn auf der Seite, denn um 23.15 Uhr wird die erste Ausgabe gedruckt.
22.40 Uhr: Die Pressekonferenz mit Bundestrainer Joachim Löw beginnt. Einige von uns sind dort, andere in der Mixed-Zone. Dort geben die Nationalspieler nach dem Duschen Interviews.
23.45 Uhr: Mit dem Bus geht es zurück zum Flughafen. Doch da wir erst um 2 Uhr fliegen, haben wir noch etwas Zeit. Einige Dösen im Warteraum, einige gehen noch etwas Trinken.
3.30 Uhr: Das Flugzeug ist gelandet. Bis wir zurück in der Pension sind und im Bett liegen, ist es fast 5 Uhr. Viel Zeit zum Schlafen bleibt nicht, denn um 12.30 Uhr geht es bereits mit der nächsten Pressekonferenz im deutschen Mannschaftsquartier weiter. Am Abend jedoch heißt es dann erst einmal eine Daunenjacke kaufen. Denn das nächste Spiel ist tags drauf in Johannesburg. Und da es dort abends saukalt ist und wir nicht wieder jämmerlich frieren wollen, mummeln wir uns richtig ein.Und dann freuen wir uns darauf, endlich mal wieder was Leckeres essen zu können. In der Nähe ist ein Steakhouse. Eigentlich würden wir gerne dorthin laufen, aber davor wird gewarnt. Denn in Südafrika ist die Kriminalitätsrate sehr hoch. Wenn es dunkel ist, soll man daher nicht mehr durch unbewachte Gegenden laufen. Das ist sehr ungewohnt, sich nicht frei bewegen zu können. Unsere Pension steht in einem ,,Compound", einem mit Mauer und Stromzaun geschützten Wohngebiet. Also wieder rein ins Auto. Nach dem Essen wird besprochen, wer am nächsten Tag zu welchem Spiel fährt oder möglicherweise einen Interviewtermin mit einem Nationalspieler hat. Doch solch einen Termin zu bekommen, ist verdammt schwer. Gegen Mitternacht fallen wir todmüde ins Bett. Die wenigen Stunden Schlaf machen sich nun doch bemerkbar.
20.30 Uhr: Anpfiff. Jetzt wird es stressig. Denn der Bericht vom Spiel muss mit dem Schlusspfiff fertig sein. Schreiben und gleichzeitig das Spiel beobachten - gar nicht so leicht.
22.20: Pünktlich mit Spielende wird der Bericht per E-Mail in die Redaktion geschickt. Die Kollegen in Darmstadt platzieren ihn auf der Seite, denn um 23.15 Uhr wird die erste Ausgabe gedruckt.
22.40 Uhr: Die Pressekonferenz mit Bundestrainer Joachim Löw beginnt. Einige von uns sind dort, andere in der Mixed-Zone. Dort geben die Nationalspieler nach dem Duschen Interviews.
23.45 Uhr: Mit dem Bus geht es zurück zum Flughafen. Doch da wir erst um 2 Uhr fliegen, haben wir noch etwas Zeit. Einige Dösen im Warteraum, einige gehen noch etwas Trinken.
3.30 Uhr: Das Flugzeug ist gelandet. Bis wir zurück in der Pension sind und im Bett liegen, ist es fast 5 Uhr. Viel Zeit zum Schlafen bleibt nicht, denn um 12.30 Uhr geht es bereits mit der nächsten Pressekonferenz im deutschen Mannschaftsquartier weiter. Am Abend jedoch heißt es dann erst einmal eine Daunenjacke kaufen. Denn das nächste Spiel ist tags drauf in Johannesburg. Und da es dort abends saukalt ist und wir nicht wieder jämmerlich frieren wollen, mummeln wir uns richtig ein.Und dann freuen wir uns darauf, endlich mal wieder was Leckeres essen zu können. In der Nähe ist ein Steakhouse. Eigentlich würden wir gerne dorthin laufen, aber davor wird gewarnt. Denn in Südafrika ist die Kriminalitätsrate sehr hoch. Wenn es dunkel ist, soll man daher nicht mehr durch unbewachte Gegenden laufen. Das ist sehr ungewohnt, sich nicht frei bewegen zu können. Unsere Pension steht in einem ,,Compound", einem mit Mauer und Stromzaun geschützten Wohngebiet. Also wieder rein ins Auto. Nach dem Essen wird besprochen, wer am nächsten Tag zu welchem Spiel fährt oder möglicherweise einen Interviewtermin mit einem Nationalspieler hat. Doch solch einen Termin zu bekommen, ist verdammt schwer. Gegen Mitternacht fallen wir todmüde ins Bett. Die wenigen Stunden Schlaf machen sich nun doch bemerkbar.
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