Geparde: Von Verwandtschaftsgraden und Farbspielereien der Natur
Es gibt nur eine Gepardenart. Diese wird nach dem Ort des Vorkommens unterschieden. So entstehen Einteilungen in sechs Unterarten wie zum Beispiel „Asiatischer Gepard“ oder „Tansania Gepard“. Doch außer in ihren Lebensräumen unterscheiden sich die Tiere kaum. Im Gegenteil: Tierforscher haben festgestellt, dass alle weltweit vorkommenden Geparde ähnliches Erbmaterial haben. Das heißt, sie sind alle miteinander verwandt, wenn auch sehr, sehr weitläufig. Wie das kommt, erklären die Experten so: Vor etwa 10 000 Jahren, nach dem Ende der letzten Eiszeit, waren fast alle Geparde ausgestorben. Nur ein winziger Rest hatte überlebt. Von diesem sollen alle heute lebenden Geparde abstammen.
Es gibt einige Menschen, die behaupten, der „Königsgepard“ sei eine eigene Art. Zu den Königsgeparden zählen sie alle, die statt klar abgegrenzten Tupfen auf dem Fell verschwommene Flecke oder zu Streifen verwischte Einfärbungen haben. Allerdings handelt es sich beim Königsgepard nicht um eine Unterart, sondern nur um eine Farbvariante in der Fellzeichnung – ähnlich wie bei einem Wurf Hauskatzen: Da kommen getigerte, schwarz-weiß gefleckte und rote Geschwister auf die Welt – und die gehören ja auch alle zu einer Art.


