14. Mai 2008 | Von tina

Hase oder Kaninchen?

 
Kaninchen
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Solch braune Knoopfaugen hat das Kaninchen (Foto). Der Hase hat nämlich eine gelbliche Iris. Das ist aber nicht das einzige Merkmal . . . Foto: privat.
Hase ist nicht gleich Hase. Es gibt heute auf der Welt 44 Hasenarten. Die Hälfte sind echte Hasen, die übrigen sind verschiedene Kaninchenarten. Schneehasen und Wildkaninchen sind dem Feldhasen artverwandt. Stallhasen und Hauskaninchen sind Zuchtformen. Hasen und Kaninchen unterscheiden sich nicht nur durch die unterschiedliche Größe (Kaninchen sind deutlich kleiner).

Typisch für Kaninchen ist beispielsweise auch, dass die Ohrenspitzen schwarz sind. „Der Hase hat außerdem eine gelbliche Iris, während das Kaninchen braune Knopfaugen hat“, sagt Reinhard Köthe, ein Jäger aus dem Odenwald.

 
Hase
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... Denn nicht nur auf dem Bild hier ist der Hase (Foto) größer als das Kaninchen. Auch in echt sind Hasen größer als ihre langohrigen Verwandten. (Foto: Adolf Schilling)
Die Fellfarbe des Hasen ist erdbraun, sein Bauch ist weiß. Das Kaninchen hat zwar ebenfalls einen weißen Bauch, sein Fell ist aber grau bis graubraun.

Hasen leben immer im Freiland und bauen keine Behausung. Kaninchen hingegen legen sich unter der Erde einen Bau mit vielen Gängen und Kammern an. Ein großer Teil des Kaninchenlebens spielt sich in diesem geschützten Bereich ab. Kaninchen bekommen Junge ohne Fell und mit geschlossenen Augen. Sie brauchen 7 Tage, bis sie ihre Augen öffnen und bleiben bei ihrer Mutter mindestens drei Wochen im Bau.

Hasen hingegen werden mit einem Fell geboren und haben gleich nach der Geburt die Augen offen. Sie bleiben nur zwei Tage in dem Versteck, in dem sie geboren wurden. Dann folgen sie ihrer Mutter bis sie, mit etwa vier Monaten, ihre eigenen Wege gehen. Nach einem Jahr hat das Kaninchen schon eine ganze Reihe an Geschwistern.

 
Hase
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Was ist denn das? Erst beim zweiten Hingucken, erkennt man, dass hier ein Hase abgebildet ist, oder? Gut versteckt in seiner Sasse beobachtet er die Umgebung. Foto: Adolf Schilling.
„Wenn Hasen auf der Flucht schnell sind beziehungsweise wegrennen, zeigt ihre Blume (so heißt das Schwänzchen in der Jägersprache) nach oben und man sieht das weiße Fell“, erklärt Förster und Waldpädagoge Peter Fischer. Beim Kaninchen zeigt die Blume nach unten und man sieht das untere schwarze Fell. Und während die Hinterläufe des Hasen doppelt so lang sind wie die Vorderläufe, sind alle vier Beine des Kaninchens gleich lang.

Hasen sind in der Regel Einzelgänger, während manche Kaninchenarten, zum Beispiel die Wildkaninchen, in Rudeln zusammenleben.

 



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