Typisch Seeigel
Seeigel gibt es in verschiedenen Farben und mit unterschiedlich vielen Stacheln: manchmal sind es weniger, manchmal ganz viele. Manche haben kurze, andere lange Stacheln. Aber egal wie, achtet beim Schwimmen im Meer darauf, nicht auf diese draufzutreten. Denn brechen die Stacheln ab, bleiben sie im Fuß stecken und können Entzündungen verursachen. Den Seeigel juckt das nicht, denn die Stacheln wachsen nach.
Die oft giftigen Stacheln sind nicht nur gut für die Abwehr von Räubern wie Seesternen, Schnecken und Fischen. Manche Seeigel bohren sich damit in Korallenriffe oder nutzen die beweglichen Stacheln zur Fortbewegung.
Unter den Seeigeln gibt es »regelmäßige« und »unregelmäßige« Vertreter: »In der Regel« sind Seeigel kugelig und haben die stachelhäutertypische kreisförmige, fünfstrahlige Struktur, bei der es kein vorne, hinten, rechts und links gibt. Die unregelmäßigen Seeigel sind flach und haben so etwas wie ein Vorder- und Hinterteil ausgebildet, wie zum Beispiel der Sanddollar.Die Mundöffnung der regelmäßigen Seeigel ist wie bei den Seesternen auf der Unterseite. Allerdings haben Seeigel einen mächtigeren Kieferapparat als ihre Verwandten. Dieser hat ebenfalls den typischen Stachelhäuterbau: Fünf im Kreis angeordnete Zähne ragen aus dem Mund. Sie laufen vorne pinzettenartig zu. Damit schaben und raspeln die Seeigel Algen und Kleingetier vom Grund oder Felsen und hinterlassen sternförmige Bissspuren auf den Steinen. So scharf sind ihre Zähne.
Da der griechische Philosoph Aristoteles vor vielen Jahrhunderten diese auffälligen Mundwerkzeuge der Seeigel untersucht und deren Form mit einer Laterne verglichen hat, heißt der Seeigelkiefer heute noch »Laterne des Aristoteles«.



