Das ist eigentlich zwecklos, denn: Im Schnitt bringt eine Waschbärfähe (Weibchen) drei Junge pro Wurf zur Welt. Doch geht in einem Gebiet die Anzahl der Waschbären zurück, bringt sie einfach mehr Babys zur Welt, um den Rückgang wieder auszugleichen. Es gibt also immer Nachschub.
Die Brunftzeit der Waschbären dauert von Januar bis März. Dann streifen die Rüden (Männchen) auf der Suche nach einer Fähe umher. Nach der Paarung dauert es im Schnitt 65 Tage, bis die Welpen im gelblichen Flaum zur Welt kommen. Gerade mal an die 16 Zentimeter (mit Schwanz!) sind sie groß und wiegen etwa 70 Gramm. Das entspricht fünf bis sechs Kinderschokoladeriegeln. In den ersten zwei bis drei Wochen sind die Jungen blind, erst dann öffnen sich die Augen.
Etwa zur gleichen Zeit, wenn die Waschbärfähe die Jungen von der Milch entwöhnt, also nach rund einem Monat, verlassen die Kleinen erstmals die Geburtshöhle. Im Alter von zehn Wochen begleiten sie die Mutter auf Futtersuche. Und wenn sie im Herbst alles Wichtige gelernt haben, trennen sie sich von ihr. Die Männchen suchen sich meist in weiter weg gelegenen Gebieten ein neues Revier. Die Weibchen bleiben auch als erwachsene Waschbären oft in der Nähe ihrer Mutter.
Mit ein bis zwei Jahren ist der Nachwuchs geschlechtsreif und kann selbst Babys bekommen. In freier Wildbahn werden Waschbären ungefähr zehn Jahre alt. In Gefangenschaft können sie durchaus doppelt so alt werden.
