Reis – eine Getreidepflanze aus Asien
Reis – den kennt doch jedes Kind! Und sicher auch du. Schließlich isst du ihn oft zu Mittag, als Beilage zu Gemüse, Fleisch und Fisch. Aber wo kommt er eigentlich her? Hier in Deutschland gibt es doch gar keine Felder, auf denen Reis wächst. In Mitteleuropa wird auf den Feldern hauptsächlich Weizen, Roggen, Gerste und Hafer angebaut. Auch Maisfelder hast du wahrscheinlich schon oft gesehen. Aber an einem Reisfeld bist du sicher noch nie vorbeigekommen.
Um mehr über den Reisanbau herauszufinden, muss man schon ganz schön weit fahren – oder, besser gesagt, fliegen. Und zwar nach Asien: China, Indien, Japan und Indonesien sind die Hauptanbaugebiete für Reis. Mehr als 95 Prozent des Ertrages wird dort erbracht. In diesen Ländern isst man zu allen Mahlzeiten Reis, also auch zum Frühstück. Eine Mahlzeit ohne Reis ist in Asien keine Mahlzeit.
„Bevor die Reissamen ausgesät oder eingepflanzt werden, wird um das gesamte Feld ein Damm gebaut. Diesem wird viel Wasser zugeführt. Auf diese Weise kann das Feld gut bewässert werden“, erklärt unser Betreuer Rolli an der ersten Station. Dabei versinkt er mit seinen Gummistiefeln bis zu den Knien im Matsch. „Nach der Aussaat wird dann der Boden mit Hilfe von Pflügen gut mit Wasser durchmischt.“
Und das durften wir auch gleich selbst ausprobieren. Schon bald verteilten sich alle Kinder auf dem Feld, pflügten den Boden mit einem motorisierten Pflug oder mit einem Pflug, der von einem Wasserbüffel gezogen wurde. Das machte allen einen großen Spaß, auch wenn wir dabei bis zu den Unterhosen im nassen Reisfeld versanken.
„Während der Wachstumsphase werden die Reispflanzen weiter bewässert, bis sie blühen. Danach wird das Feld langsam wieder trockengelegt“, lehrt uns ein Feldarbeiter vor dem nächsten Feld. „Der Reis reift auf dem trockenen Boden weiter und wird nach etwa vier bis sechs Monaten mit Handsicheln geerntet und gebündelt.“ Auch hier durften wir gleich wieder aktiv werden und die reifen Reispflanzen mit bloßen Händen aus dem Boden ziehen. Im Anschluss werden die Körner aus den Halmen gedroschen, was wir ebenfalls mit einer dafür vorgesehenen Maschine ausprobieren durften.
„Vor dem Verkauf wird der Reis dann oft noch poliert, um das Silberhäutchen zu entfernen“, informiert uns Rolli, mit dem wir mittlerweile alle Freundschaft geschlossen haben.
Die Drittklässler hatten viel Freude an der harten Arbeit und endlich konnten sich alle mal so richtig im Matsch austoben. Auch der einsetzende Regen hielt niemanden von der feucht-fröhlichen Arbeit ab, nur dreckig wurden alle dabei. Zum Glück hatte jeder an Kleidung zum Wechseln gedacht.






