Piranhas auf der Pirsch in fremden Gewässern
Gerade habt ihr gelesen, dass Piranhas in freier Natur nur in Südamerika leben, also in den Flüssen von Argentinien, Uruguay, Paraguay, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Venezuela, Guyana, Surinam und Französisch Guyana. Doch hie und da tauchen die Fische auch an anderen Orten auf der Welt auf. Wie kommt das? Manche Leute, die ein Aquarium haben, schaffen sich dafür Piranhas an. Später stellen dann einige von ihnen fest, dass sie doch keine Piranhas als Haustiere wollen und setzen sie in einem Fluss oder See aus. Ist das Gewässer warm, fühlen sich die Fische wohl und vermehren sich. Das ist in den USA öfter passiert. Mit der Folge, dass sich in warmen Staaten wie Florida, Texas, Michigan oder Oklahoma die ausgesetzten Piranhas so stark vermehrt haben, dass sie zur Bedrohung für einheimische Tierarten geworden sind.Um zu verhindern, dass das weiterhin passiert, ist inzwischen in vielen Staaten der USA die Haltung von Piranhas verboten.Aber auch in Deutschland kam es vor einigen Jahren vor, dass Piranhas einem Angler an den Haken gegangen sind - etwa im Rhein bei Biblis oder in der Erft, einem Fluss in Nordrhein-Westfalen. Die Piranhas dort haben aber nicht lange gelebt und sich auch nicht vermehrt. Dazu war ihnen das Wasser dann doch zu kalt.

