Was können Autos außer Benzin und Diesel tanken?
Fast 42 Millionen Autos sind derzeit in Deutschland zugelassen. Statistisch gesehen besitzt also jeder zweite Deutsche ein Auto. Noch fahren fast alle Pkws mit Benzin oder Diesel, doch so genannte alternative Kraftstoffe sollen sich mehr und mehr durchsetzen. Die Bundesregierung möchte zum Beispiel bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen sehen. Derzeit sind es gerade einmal knapp 1600 Autos, die Strom tanken. Fast 60 000 Autos sind hingegen mittlerweile mit Erdgas unterwegs. Der Vorteil dieser alternativen Kraftstoffe: sie machen einerseits unabhängig vom langsam versiegenden Erdöl, der Grundlage für Benzin und Diesel. Andererseits stoßen alternative Kraftstoffe weniger Schadstoffe aus, schonen also die Umwelt.
Recht weit verbreitet sind mittlerweile Autos, die Erdgas tanken oder das so genannte Autogas, ein Flüssiggas, das unter anderem bei der Benzinproduktion als Abfallprodukt entsteht. An mehr und mehr Tankstellen kann man Erdgas und Autogas tanken.
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ankstellen, da fällt es dir bestimmt auf. Getankt wird wie gewohnt mit einem Schlauch, der das Gas in den Autotank befördert. Allerdings ist auch Gas ein Rohstoff, der irgendwann einmal zur Neige geht. Zukunftsträchtig sind deswegen Autos, die Strom tanken. Dieser sollte idealerweise aus regenerativen Quellen gewonnen werden, also etwa aus Wind-, Wasser- oder Sonnenenergie, damit es keine negativen Umweltauswirkungen gibt.
Elektroautos kann man an einer ganz normalen Steckdose auftanken, die Batterie versorgt dann den Motor mit Energie. Noch ist die Reichweite einer Batterieladung maximal 150 Kilometer, sagt HSE-Elektroauto-Experte Bernhard Fenn. Da jedoch 90 Prozent aller Fahrten Kurzstrecken sind, sei das für viele Menschen ausreichend. Die Autobauer tüfteln deswegen derzeit an Elektroautos, die sich speziell für den Stadtverkehr eignen. Die elektrischen Gefährten fahren übrigens fast völlig geräuschlos und verursachen beim Betrieb keine Abgase. Deswegen bieten sie laut Bernhard Fenn Vorteile für die belasteten Städte und seien verträglich für Mensch und Umwelt. Auch Elektroroller gibt es inzwischen, die HSE hat in einem Pilotprojekt 90 Stück davon von ihren Mitarbeitern testen lassen. Viele Elektroautos sind so genannte Hybride: Wenn die Batterie leer ist, kann auf Ben-zinantrieb umgestellt werden, um weiter fahren zu können.Zukunftsmusik sind Antriebsarten wie die Brennstoffzelle oder das Solarauto. Die Brennstoffzelle wird angetrieben durch Wasserstoff, der mit Sauerstoff reagiert und dabei Energie abgibt. Aus dem Auspuff kommt Wasserdampf, der für die Umwelt nicht schädlich ist. Solarautos haben auf dem Dach eine Platte montiert, die Sonnenlicht in elektrischen Strom umwandeln kann. Im Grunde sieht das so aus wie die Solarplatten, die inzwischen auf vielen Häuserdächern angebracht sind. Solarautos sind allerdings noch nicht besonders leistungsfähig. Du darfst also gespannt sein, mit welcher Energie du einmal fahren wirst, wenn du in einigen Jahren dein eigenes Auto besitzt.


