26. August 2009 | Von Simon Colin

Welche Rolle spielt Trinkwasser im Alltag?

 
Trinkwasser
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Trinkwasser ist ein kostbares Gut. Archivfoto: Karl-Heinz Bärtl

Wusstest du, dass jeder von uns im Durchschnitt 130 Liter Trinkwasser am Tag verbraucht? Davon werden allerdings nur etwa fünf Liter zum Trinken und Essen verwendet, fast jeden dritten Liter lassen wir beim Baden, Duschen oder Gesicht waschen durch die Leitung rauschen. Etwa 35 Liter werden für die Toilettenspülung benötigt, gut 15 Liter zum Wäsche waschen. Wir Deutschen sind in Sachen Wasserverbrauch übrigens recht sparsam, hierzulande sinkt der Wasserverbrauch sogar über die Jahre hinweg gesehen. Unsere österreichischen Nachbarn benötigen pro Person zum Beispiel 145 Liter am Tag, die Schweizer fast 240 Liter und die Amerikaner sogar gut 300 Liter. Dass wir Deutschen im Vergleich gesehen so sparsam sind, kann allerdings auch Nachteile haben. Beispiel Toilette: das Wasser, mit dem du nachspülst, transportiert unsere kleinen und großen „Geschäfte“ über ein kilometerlanges Kanalnetz zum Klärwerk. Wenn nun zu wenig Wasser in den Kanälen ist, müssen sie zusätzlich nachgespült werden.

71 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Allerdings: fast alles, nämlich 97,5 Prozent, ist Salzwasser, das der Mensch nicht trinken kann. Nur 2,5 Prozent der weltweiten Wasservorräte sind somit Süßwasser. Doch selbst davon kann der Mensch nur einen Bruchteil nutzen, denn 79 Prozent des Süßwassers steckt in Gletschern und im ewigen Eis fest, weitere 20 Prozent als Grundwasser ziemlich tief unter der Erde. Bleibt also gerade mal ein Prozent des weltweiten Süßwassers, das der Mensch ohne Probleme nutzen kann und das sich zum Großteil in Seen befindet. Das Verrückte: im Grunde würde das insgesamt zur Verfügung stehende Süßwasser genügen, um alle sechs Milliarden Menschen auf der Erde gut zu versorgen.

Doch ist das Wasser ungerecht verteilt: wir in Deutschland haben es im Überfluss, in Afrika fehlt es an allen Ecken und Enden. In Afrika herrscht WassermangelWenn wir durstig sind, ist der Wasserhahn nicht weit entfernt. Wenn wir Abkühlung wollen, tummeln wir uns im nächstgelegenen Freibad. Wasser ist für uns jederzeit in guter Qualität da.

Doch nicht überall können sich die Menschen so sorglos an der Leitung erfrischen und so selbstverständlich im Schwimmbad abtauchen, denn so streng kontrolliert wie bei uns ist Trinkwasser kaum anderswo auf der Erde. Beispiel Afrika: Besonders in den Ländern südlich der Sahara, etwa in Äthiopien, Nigeria oder in Tschad, fehlt es an Trinkwasser. Ein öffentliches Wasserleitungssystem ist so gut wie nicht vorhanden, der spärlich fallende Regen versickert schnell im Erdreich. Viele Menschen müssen kilometerweit an Tümpel oder Flüsse laufen, um Wasser zu holen.

Für opitimale Leistung müssen wir 1,5 Liter trinkenUnser Körper besteht bis zu 80 Prozent aus Wasser. Da wir etwa durch Schwitzen nach und nach Flüssigkeit verlieren, müssen wir regelmäßig nachtanken, damit Hirn, Leber und auch unser Blut optimale Leistung bringen können. Experten empfehlen 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag, idealerweise Wasser.

Und da Trinkwasser unser wichtigstes Lebensmittel ist, solltest du achtsam damit umgehen. Besonders wichtig ist, das Wasser sauber zu halten. Farbreste, Öl oder andere Chemikalien dürfen nicht im Freien vergossen werden, denn sie können ins Trinkwasser gelangen. Auch im Abfluss haben sie nichts zu suchen, da sie die nützlichen Mikroben schädigen, die im Klärwerk das Wasser reinigen.

 



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Viel Spaß beim Durchforsten der neuen Ausgabe und dem Entdecken noch vieler anderer Themen wünscht euch das Kinder-Echo-Team!

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