02. Juni 2010 | Von

Keine Angst vor Bayern und Co.

Die Kinder-Echo-Reporter Vincent und Jan interviewten Eintrachtspieler Maik Franz

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Verteidiger Maik Franz im Interview mit Vincent (links) und Jan (rechts). Fotos: Christina Kolb

Seid ihr Fußballfans? Welcher Verein? Die meisten von euch antworten bestimmt: FC Bayern oder Eintracht Frankfurt. Auch Vincent Keller und Jan Steffen (beide 9 Jahre) drücken bei den Bundesligaspielen ihre Daumen ganz besonders fest für die Hessen. Umso größer war die Freude, als die beiden die Gelegenheit bekamen, in Begleitung von den Kinder-Echo-Redakteurinnen Christina Kolb und Andrea Stütz einmal der Mannschaft beim Training neben der Commerzbank Arena zuzuschauen und hinterher ihren Lieblingsspieler Maik Franz zu interviewen. Ganz exklusiv und im Lizenzbereich der Eintracht, wo nur wenige hindürfen, haben sie dem 28 Jahre alten Abwehrspieler auf den Zahn gefühlt: Hat der Frankfurter Angst vor starken Gegnern? Was sagt Franz dazu, dass Christoph Preuß im Januar seine Profi-Fußballerkarriere wegen einer Verletzung beenden musste? Was die beiden noch alles wissen wollten und was der sympathische Kicker ge antwortet hat - lest es selbst...

Kinder-Echo: Wann und wo haben Sie mit dem Fußballspielen angefangen?

Maik Franz: ,,Eine sehr gute Frage! Ich habe in Langenstein im Harz angefangen. Ich komme aus diesem kleinen Dorf. Langenstein liegt bei Halberstadt, wo ich dann beim VfB Germania Halberstadt gespielt habe. Da die meisten aber auch Halberstadt nicht kennen, sage ich immer: Das ist bei Magdeburg. Dort habe ich später beim 1. FC gespielt. Damals war mein Vater Jugendtrainer. Er hat selber auch mal Fußball gespielt, und ich war immer mit der Jugendmannschaft dabei, wenn mein Vater gespielt hat. So mit fünf oder sechs Jahren ging's dann bei mir los."

Kinder-Echo: Welche Position beim Fußball spielen Sie und warum gerade diese?

Maik Franz: ,,Jetzt spiele ich als Innenverteidiger. Aber als ich in eurem Alter war, habe ich im Mittelfeld gespielt und das die ganze Jugend über. Als ich dann in den Männerbereich ging, hat mich der Trainer hinten aufgestellt. Und ich war erst mal froh, dass ich überhaupt spielen konnte. Dann bin ich da auch geblieben. Jetzt bin ich also Verteidiger."

Kinder-Echo: Haben Sie nach einem Spiel schon mal geweint, weil es schlecht war?

Maik Franz: ,,Das weniger. Aber ich habe mich schon geärgert, ja. Zum Beispiel war ich sehr traurig nach dem letzten Spiel in der Saison 2008/2009 in Karlsruhe gegen Hertha BSC, als der Karlsruher SC trotz seines Sieges in die Zweite Bundesliga abgestiegen ist. Wir waren alle sehr enttäuscht. Das war schade. Ja, da sind auch ein paar Tränen geflossen."

Kinder-Echo: Was war bislang Ihr tollster Moment als Fußballer?

Maik Franz: ,,Da gab es mehrere. Mein erstes Bundesligaspiel war sehr toll. Das war in Dortmund vor 70 000 Zuschauern. Da spielte ich beim VfL Wolfsburg. Das war richtig super. Dann im Jahr 2007 der Aufstieg mit Karlsruhe war auch sehr schön. Eigentlich ist es immer schön, wenn man in ein volles Stadion einlaufen kann, in das 40 000 oder 50 000 Leute gekommen sind und eine tolle Stimmung ist - und man dann auch noch gewinnt. Aber das erste Spiel war schon was Besonderes und der Aufstieg mit Karlsruhe auch."

Kinder-Echo: Haben Sie manchmal Angst vor einem Spiel, zum Beispiel vor den Bayern?

Maik Franz: ,,Nein Angst nicht, aber Respekt. Respekt hat man immer, denn es gibt viele gute und sehr gute Mannschaften wie die Bayern, Stuttgart, Bremen oder Hamburg. Aber Angst brauchen wir keine zu haben, weil wir auch eine gute Mannschaft sind. Und wir haben unseren Torwarttrainer... Der ist zwar nicht ganz so gut, aber na ja ... (Maik Franz schaut schelmisch grinsend zur Tür, in der Torwarttrainer Andreas Menger steht und dem Interview lauscht. Alle lachen) Aber im Ernst: Angst ist wirklich fehl am Platz."

Kinder-Echo: Wie haben Sie es geschafft, im März gegen Bayern 2:1 zu gewinnen?

Maik Franz: ,,Bestimmt weil ich nicht mitgespielt habe, deswegen... Ja, da hat uns keiner was zugetraut. Alle haben schon davon gesprochen, wie hoch wir verlieren. Vielleicht haben uns die Bayern auch ein bisschen unterschätzt. Dann haben wir ein tolles Spiel gemacht, hatten viele Torchancen und haben es zum Glück noch umgedreht und gewonnen. Das war dann auch eines der ganz besonderen Spiele."

Kinder-Echo: Sind Sie traurig, weil Christoph Preuß nicht mehr spielen kann?

Maik Franz: ,,Auf alle Fälle! Ich habe mit Christoph auch in der U 21 gespielt, damals in der Jugendnationalmannschaft. Er ist ein super Typ, ist immer zuverlässig und war auch ein toller Fußballer. Sehr schade , dass so ein guter Spieler schon aufhören muss - er ist wie ich 28 Jahre alt. Aber leider ist das manchmal so. Jetzt kommt eine neue Aufgabe auf ihn zu, und ich drück' ihm die Daumen und hoffe, dass alles so wird, wie er es sich vorstellt."

Kinder-Echo: Welchen Mitspieler finden Sie am nettesten? Sind Sie mit welchen

befreundet?


Maik Franz: ,,Wir verstehen uns alle ganz gut. Da ist keiner dabei, der sehr unsympathisch ist. Wir haben ein gutes Verhältnis, aber besonders gut verstehe ich mich mit Selim Teber, Patrick Ochs und Marcus Pröll. Mit denen unternehme ich auch so mal was. Ach ja, Alex Meier! Das sind alle die, mit denen ich mich wirklich gut verstehe."

Kinder-Echo: Warum sind Sie vom Karlsruher SC zur Eintracht Frankfurt gewechselt?

Maik Franz: ,,Weil Karlsruhe im letzten Jahr abgestiegen ist. Ich bin jetzt seit zehn Jahren Profi und habe neun Jahre Erste Bundesliga gespielt. Ich war einmal für ein Jahr in der Zweiten Bundesliga, mit Karlsruhe. Aber das hat mir auch gereicht, weil ich, wie gesagt, neun Jahre Profi in der Ersten Liga war. Deshalb wollte ich unbedingt auch wieder in die Erste Liga zurück. Das ist einfach was Besonderes: Es ist schöner. Es macht mehr Spaß, weil die Stadien und die Gegenspieler besser sind. Deshalb habe ich mich entschieden, Karlsruhe zu verlassen. Zum Glück bin ich nach Frankfurt gekommen."

Kinder-Echo: Wenn Sie sich nicht für Fußball entschieden hätten, welchen Beruf hätten Sie gelernt?

Maik Franz: ,,Ich hatte eigentlich immer vor, Polizist oder Arzt zu werden. Für Arzt hat es nicht ganz gereicht: Dafür waren die Noten zu schlecht. Polizist - da muss man natürlich auch gute Noten haben, aber dafür hätte es vielleicht gereicht. Aber dann bin ich mit 18 Jahren gleich Profi geworden. Wenn man im Profi-Fußball tätig ist, ist es schwierig, einen Job nebenher auszuüben. Das geht nicht. Und da ich jetzt seit zehn Jahren Profi bin, konnte ich nichts anderes machen."

Kinder-Echo: Haben Sie Kinder, wenn ja, wie viele und wie alt sind die?

Maik Franz: ,,Kinder? Nein, ich habe keine Kinder. Dafür habe ich aber auch noch ein bisschen Zeit."

Kinder-Echo: Gegen welche Mannschaft wollten Sie schon immer mal spielen?

Maik Franz: ,,Gegen Barcelona oder Madrid, das wäre schon mal toll. Oder gegen Manchester - na, eben gegen die absoluten Topmannschaften. Gegen die möchte jeder Profi gerne mal spielen. Ich glaube, jetzt zum 1. August spielen wir gegen Chelsea. Das ist

natürlich auch schon was ganz Tolles. Die kommen wahrscheinlich hierher nach Frankfurt. Zwar ist noch nicht alles unterschrieben, aber so gut wie. Sieht auf jeden Fall gut aus. Wenn die wirklich kommen, ist das schon super. Da haben wir dann die Möglichkeit, gegen eine Topmannschaft zu spielen."

Kinder-Echo: Haben Sie ein Vorbild?

Maik Franz: ,,Als ich Jugendlicher war, war Stefan Effenberg mein sportliches Vorbild. Den habe ich gerne gesehen, weil er immer sehr emotional war, weil er alles gegeben hat für seine Mannschaft und auch sportlich sehr erfolgreich war. Dann habe ich mal ein Jahr mit ihm in Wolfsburg gespielt, und es hat sich alles bestätigt: Dass er auch menschlich ein toller Typ ist, der immer gerade heraus und immer korrekt ist."

Kinder-Echo: Denken Sie, Sie könnten irgendwann mal in Jogis Elf kommen?

Maik Franz: ,,Nein, glaube ich nicht. Ich bin jetzt mit 28 Jahren zwar im besten Fußballer alter, aber der Joachim Löw

hat andere Vorstellungen von Fußballern. Da hab ich leider keine Chance."

Kinder-Echo: Finden Sie es gut, dass von dem Sponsor von Eintracht Frankfurt,

Fraport, am Flughafen das Terminal 3 und die neue
 
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Landebahn gebaut wird?


Maik Franz: ,,Ich finde es gut. Der Flughafen ist ja europaweit bekannt, und er ist einer der größten Flughäfen. Es ist super, wenn's da wirtschaftlich voran geht. Er wird von vielen Menschen genutzt, und wenn es dann nötig ist, ihn aus zubauen, finde ich das nicht schlecht."

Kinder-Echo: Als ich (Vincent) mit meinem Frankfurt-Trikot in der Schule war, hat mich einer Franz von Hahn genannt. Werden Sie auch so genannt?

Maik Franz: ,,Nein, den kenne ich ehrlich gesagt auch nicht. Manchmal lassen sich die gegnerischen Fans aber auch so was einfallen... Was für Dinge genau, sag ich jetzt aber lieber nicht. Franz von Hahn - da musst du dich nicht ärgern. Da höre ich manchmal wesentlich Schlimmeres. Passiert halt, ist nicht so schlimm."

Kinder-Echo: Haben Sie Geschwister, die auch Fußball spielen?

Maik Franz: ,,Ich habe einen Bruder, der ist 23 Jahre alt und studiert in Leipzig. Der spielt auch ein bisschen Fußball, aber nur hobbymäßig."

 



Inhalt der Januarausgabe:
  • Im letzten Kinder-Echo des Jahres 2011 haben sich die Redakteurinnen Christina Kolb und Andrea Stütz von Euch verabschiedet. Wer Eure neuen Ansprechpartner sind, erfahrt Ihr jetzt in der Januarausgabe.
  • Die Berufeserie geht weiter: Wir haben für Euch gefragt, was eigentlich eine Logopädin macht.
  • In der Exotenserie stellen wir Euch diesmal die Bonobos vor.
  • Und Kinder-Echo-Leserin Charlotte Scheibel erklärt Euch ihr Hobby: das Voltigieren.
  • Natürlich gibt es auch im neuen Kinder-Echo noch vieles mehr zu entdecken: Rätsel, Gewinnspiele, Tipps und weitere interessante Geschichten und Berichte. Am besten findet ihr es einfach selbst im neuen Kinder-Echo heraus!

Viel Spaß beim Durchforsten der neuen Ausgabe und dem Entdecken noch vieler anderer Themen wünscht euch das Kinder-Echo-Team!

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Ihr schickt uns Monat für Monat Hunderte von tollen selbstgemalten Bildern mit dem Lösungswort des Preisrätsels. Leider können wir aus Platzgründen immer nur einige abdrucken. Doch wozu gibt es das Internet? Klickt einfach in die Bildergalerie.
Entega-Onlinespiele:
Werde Meister der Erinnerung

Das Spiel besteht aus 12 Kartenpaaren, die gemischt und natürlich verdeckt sind. Du solltest nun die richtigen Paare finden. Dazu klickst du immer zwei Kärtchen an. Passen sie nicht zusammen, dann bleiben sie an der Stelle, allerdings umgedreht. Sind es jedoch zwei gleiche Karten, dann bleiben sie aufgedeckt. Ihr könnt das Spiel alleine aber auch zu mehreren spielen. Viel Spaß!
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