Die Idee kommt aus England
Seit 50 Jahren gibt es Fischstäbchen in Deutschland - In Bremerhaven werden täglich sieben Millionen Stück produziert
Sie sind knusprig, lecker und könnten jeden Tag auf dem Teller liegen. Egal ob mit Ketchup oder Majo - Fischstäbchen schmecken immer. Käpt'n Iglo ist bei Kindern fast so bekannt wie Harry Potter. Dass es die Fischstäbchen in Deutschland schon seit mehr als 50 Jahren gibt, weiß hingegen kaum jemand.
Erfunden wurden sie 1956 von den Engländern. Drei Jahre später kamen sie nach Deutschland. Seit Ende 1984 werden sie in Bremerhaven hergestellt. Nicht nur die Fischstäbchen für Iglo, sondern auch für andere Handelsmarken. Die Firma ,,Frozen Fisch" ist der größte Fischstäbchenproduzent weltweit. In Bremerhaven arbeiten mehr als 800 Leute in der Fabrik. Das Kinder-Echo hat sich dort umgeschaut: Zunächst heißt es Hände waschen. Mindestens zweimal, bevor man die Produktionshalle betreten darf. Hygiene wird groß geschrieben. Was am Beginn eines langen Produktionsbands ausgepackt wird, sieht noch nicht nach Fischstäbchen aus. Es sind Fischplatten aus Alaska-Seelachs. Der wird auf hoher See gefangen, sofort verarbeitet und dann tiefgefroren. Aus einer Platte werden exakt 378 Fischstäbchen geschnitten. Jedes Stäbchen muss mindestens 30 Gramm wiegen und mindestens 65 Prozent Filetanteil haben. In Bremerhaven sind es 100 Prozent. Die Stäbchen bekommen eine kalte Dusche mit einer Würzpanade, damit sie lecker schmecken. Dann wird die aus Brotkrumen bestehende Trockenpanade aufgebracht. Damit die besser haftet, werden die tiefgefrorenen Stäbchen wenige Sekunden angebraten. Jetzt kommt die Endabnahme. Hat ein Fischstäbchen auch nur die geringste Beschädigung, wird es aussortiert. In die Packung kommt nur, was völlig in Ordnung ist. Ohne zwischendurch aufzutauen, werden die Stäbchen samt Verpackung wieder tiefgefroren und bleiben es, bis sie später zu Hause in die Pfanne kommen.Mehr als 50 000 Tonnen Fischstäbchen werden pro Jahr in Bremerhaven produziert. Sieben Millionen Stück sind es pro Tag. Eine Jahresproduktion würde eine Kette ergeben, die dreimal um die Erde gelegt werden kann.


