Die Deutschen werden gezählt
Schon aus der Bibel kennt man die Volkszählung. Der römische Kaiser Augustus hatte sie angeordnet, und Maria und Josef hatten sich deswegen vor mehr als 2000 Jahren auf den Weg gemacht, um sich zählen zu lassen. Deshalb kam Jesus in einem Stall in Bethlehem zur Welt.
In Deutschland gab es 1987 die letzte Volkszählung. Nicht alle waren damit einverstanden. Es gab viele Proteste: Der Staat würde Informationen über seine Bürger sammeln, die ihn nichts angingen, argumentierten die Kritiker.
Während 1987 jeder Bürger in Deutschland einen Fragebogen ausfüllen musste, ist es bei der kommenden Zählung , die „Zensus 2011“ heißt, nur jeder zehnte. Außerdem bekommen alle Haus- und Wohnungsbesitzer einen Fragebogen zugeschickt. Wer ausgewählt wurde, muss seine Daten herausgeben, ansonsten droht eine Strafe bis 5000 Euro.
Die Statistiker halten die Datenerhebung für wichtig, weil sich seit 1987 Fehler eingeschlichen haben. So hat Deutschland etwa 1,3 Millionen Einwohner weniger als die angenommenen 82 Millionen, weil viele Leute sich beim Umzug nicht ab-, aber an ihrem neuen Wohnort anmelden. Dann werden sie doppelt gezählt.
Mit den Daten gibt es kein Problem, versichert das Statistische Bundesamt. Sie würden an niemanden weitergegeben. Und wenn sie ausgewertet sind, sollen sie sofort gelöscht werden.


