Es fängt meistens ganz harmlos an
Schüchterne sind öfter Opfer von Mobbingattacken
Mobbing nennt man das Phänomen, das sich in den Schulen ausbreitet. Schüler, die Opfer solcher Attacken werden, sind oft schon von Natur aus schüchterner als andere. Sie bekommen Angst, wollen nicht mehr in die Schule gehen und verlieren die Lust am Lernen. Sie leiden unter Kopf- und Bauchschmerzen und igeln sich ein. Laut einer Studie der Universität Lüneburg ist jeder dritte Schüler schon mal gemobbt worden.
In vielen Schulen schauen Lehrkräfte inzwischen genauer hin. Sie lassen nicht mehr zu, dass Schüler ihre Mitschüler mobben. Doch sie können nur eingreifen, wenn sie wissen, wer von wem gemobbt wird.
Brigitte Krüger, Lehrerin an der Schillerschule in Bensheim-Auerbach, hat sich mit Mobbing beschäftigt. Sie rät den Opfern, nicht aus Angst zu schweigen, sondern einer Lehrkraft, der sie vertrauen, den Fall zu schildern. Wollen sie nicht mit Lehrkräften reden, können sie sich an ihre Eltern wenden. Diese sollten dann Kontakt mit der Schule aufnehmen. In Schulämtern gibt es auch spezielle Mobbingbeauftrate. Sie schalten sich notfalls ein und sorgen dafür, dass die Attacken aufhören. Es ist wichtig, dass Erwachsene die Sorgen von Schülern ernst nehmen statt wegzuschauen und die Probleme zu verharmlosen.
Mobbing droht aber auch im Internet: Schnell ist ein heimlich aufgenommenes Handyvideo ins Netz gestellt und kann von jedem betrachtet werden. Entdeckt ihr solch ein Video oder Fotos von euch oder Freunden im Netz, sagt es am besten euren Eltern. Diese sollten dann den Netzbetreiber auffordern, diese Videos oder Fotos sofort zu entfernen.
