09. Juli 2010 | Von

Straßenkinder in Brasilien

neuneinhalb - Die Kindernachrichten im Ersten
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Strassenkinder leben in großer Armut.Foto: WDR/tvision

Straßenkinder sind Kinder, die auf der Straße leben und arbeiten. Viele von ihnen haben kein Zuhause. Sie schlafen unter Brücken, in Hauseingängen oder in U-Bahn-Stationen. Manche sind von zu Hause weggelaufen, weil sie von ihren Eltern zum Beispiel schlecht behandelt wurden. Andere Straßenkinder haben überhaupt keine Eltern mehr.

Um überleben zu können, müssen Straßenkinder arbeiten: Sie putzen an Ampeln Autoscheiben, polieren den Leuten auf der Straße die Schuhe oder verkaufen Zeitungen. Auf der ganzen Welt gibt es etwa 33 Millionen Straßenkinder. Zählt man die Kinder dazu, die nur tagsüber auf der Straße leben und arbeiten, aber nachts bei ihrer Familie schlafen, sind es noch viel mehr. Diese Kinder müssen arbeiten, um Geld für ihre Familien zu verdienen, weil ihre Eltern sehr arm sind. Besonders viele Straßenkinder leben in den großen Städten von Afrika, Asien und Südamerika. Aber auch in Europa gibt es Straßenkinder – sogar bei uns in Deutschland. Hilfsorganisationen wie „terre des hommes“ versuchen, diesen Kindern auf der ganzen Welt zu helfen.

Das „neuneinhalb“-Team war in einer der größten Städte Brasiliens, in Recife. Für die rund 1,5 Millionen Menschen, die dort leben, gibt es viel zu wenig Arbeit und kaum Wohnraum. Ganze Großfamilien leben in winzigen Hütten in den Slums, den so genannten Favelas. „neuneinhalb“-Reporterin Malin begleitet dort die Hilfsgruppe „Ruas e Praças“, deren Ziel es ist, die Kinder langfristig von der Straße zu holen. Zusammen mit Streetworkerin Rosi trifft Malin die vier Geschwister Moiseis (13), Moabe (14), Miriam (15) und Emmanuel (16).

Emmanuel hat sich vor drei Jahren für ein Leben auf der Straße entschieden, nachdem sein Vater bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Seine Mutter hat neun Kinder. Da er der Älteste ist, wollte er ihr nicht zur Last fallen und für sich selbst sorgen. Drei seiner jüngeren Geschwister folgten ihm später. Seitdem leben die vier zusammen auf der Straße. Sie betteln, um zu überleben und schnüffeln die Dämpfe von Schusterleim. Dass sie ihre Lungen schädigen, ihre Nerven angreifen und Krebs erregen, wissen die Kinder nicht. An Tagen, an denen sie sich kein Essen kaufen können, fragen sie bei Restaurants nach Essensresten und durchsuchen Mülltonnen. Oft müssen sie aber hungrig schlafen gehen.

Mehr erfahrt ihr in „neuneinhalb“. Darin erklären die Reporter Malin Büttner und Johannes Büchs Nachrichten so, dass jeder es versteht. Die Kindernachrichtensendung des Ersten gibt es jeden Samstag um 8.30 Uhr und 11 Uhr in er ARD und im Internet unter www.neuneinhalb.wdr.de.

 



Inhalt der Januarausgabe:
  • Im letzten Kinder-Echo des Jahres 2011 haben sich die Redakteurinnen Christina Kolb und Andrea Stütz von Euch verabschiedet. Wer Eure neuen Ansprechpartner sind, erfahrt Ihr jetzt in der Januarausgabe.
  • Die Berufeserie geht weiter: Wir haben für Euch gefragt, was eigentlich eine Logopädin macht.
  • In der Exotenserie stellen wir Euch diesmal die Bonobos vor.
  • Und Kinder-Echo-Leserin Charlotte Scheibel erklärt Euch ihr Hobby: das Voltigieren.
  • Natürlich gibt es auch im neuen Kinder-Echo noch vieles mehr zu entdecken: Rätsel, Gewinnspiele, Tipps und weitere interessante Geschichten und Berichte. Am besten findet ihr es einfach selbst im neuen Kinder-Echo heraus!

Viel Spaß beim Durchforsten der neuen Ausgabe und dem Entdecken noch vieler anderer Themen wünscht euch das Kinder-Echo-Team!

Postkarten und Bilder
Ihr schickt uns Monat für Monat Hunderte von tollen selbstgemalten Bildern mit dem Lösungswort des Preisrätsels. Leider können wir aus Platzgründen immer nur einige abdrucken. Doch wozu gibt es das Internet? Klickt einfach in die Bildergalerie.
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Das Spiel besteht aus 12 Kartenpaaren, die gemischt und natürlich verdeckt sind. Du solltest nun die richtigen Paare finden. Dazu klickst du immer zwei Kärtchen an. Passen sie nicht zusammen, dann bleiben sie an der Stelle, allerdings umgedreht. Sind es jedoch zwei gleiche Karten, dann bleiben sie aufgedeckt. Ihr könnt das Spiel alleine aber auch zu mehreren spielen. Viel Spaß!
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