Reihen- und Parallelschaltung: Was ist das?
Stromkreise sind meist als Reihen- oder als Parallelschaltung angeordnet. Das hört sich nun furchtbar kompliziert an, ist es aber gar nicht: Die Reihenschaltung heißt so, weil zum Beispiel Glühlampen in einer Reihe hintereinander geschaltet werden. Sie teilen sich in diesem Fall den zur Verfügung stehenden Strom. Deshalb leuchten die Lämpchen auch nicht ganz so hell. Und wenn ein Lämpchen ausfällt, wird der Stromkreis unterbrochen. Der Strom kann dann also nicht mehr fließen. Die Weihnachtsbaum-Lichterkette ist ein gutes Beispiel für eine Reihenschaltung: Wenn nur ein Lämpchen kaputt geht, funktioniert gleich die ganze Kette nicht mehr. Das habt ihr bestimmt schon mal mitbekommen.
Bei der Parallelschaltung würde so etwas nicht passieren. Dort sind die Lämpchen wie die Sprossen einer Leiter parallel geschaltet. Fällt eine Lampe aus, kann der Strom trotzdem weiterfließen, quasi an der kaputten „Sprosse“ vorbei.
Jede Lampe verfügt also über ihren eigenen Stromkreis, sie leuchtet deswegen auch heller als bei einer Reihenschaltung. Im Haushalt sind übrigens alle Geräte und Steckdosen parallel geschaltet. So ist gewährleistet, dass der Fernseher noch Strom erhält, wenn zum Beispiel die Steckdose kaputt ist, die die Spülmaschine versorgt.
Auf den Fotos oben haben ein paar Kinder aus der Klasse 4d der Schillerschule Groß-Gerau einmal eine Reihen- und eine Parallelschaltung als Modell gebastelt: Würden Johanna und Madita eine Lampe rausdrehen, wäre der gesamte Stromkreis unterbrochen. Es ist also eine Reihenschaltung. Leon und Jakob haben eine Parallelschaltung gebaut. Wenn ein Lämpchen ausfällt, erhält das andere trotzdem noch Strom.
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