Was ist Raureif?
Wenn im Winter die Landschaft morgens mit Raureif bedeckt ist, sieht das manchmal aus wie in einem Märchenbuch. Reif entsteht bei klarer Nacht, wenn es extrem kalt wird und die Bodentemperatur daher sehr niedrig ist.
Aus der Luftfeuchtigkeit bilden sich kleine, winzige Tautröpfchen. Sinkt die Temperatur unter 0 Grad Celsius ab, dann gefrieren diese Tröpfchen und der Boden und die Pflanzen werden mit einer dünnen Eisschicht überzogen – das ist der Reif – aber noch kein Raureif.
Der entsteht erst, wenn die Temperatur unter Minus 8 Grad Celsius absinkt, die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist und ein schwacher Wind weht: Dann erst kann sich Raureif mit seinen wunderschönen spitzen, nadelförmigen Kristallen bilden. Raureif wächst immer dem Wind entgegen. Wenn der Wind zu stark bläst, entsteht übrigens kein Raureif: Dann brechen die zarten Kristalle nämlich ab.

