Lawinen – die weiße Gefahr
Woher kommt das Wort Lawine und wie entstehen sie
Tief verschneite, unberührte Hänge, die ihr mit den Skiern oder mit dem Snowboard hinabsausen könnt, auf denen ihr beim Spielen bis zum Hals im Schnee versinkt oder mit dem Schlitten stecken bleibt . . . das ist toll und cool. Doch leider birgt eine dicke Schneedecke vor allem im Gebirge auch Gefahren.
Vielleicht fahrt ihr ja in den Weihnachtsferien in den Skiurlaub. Gerade in den hochalpinen Gebieten rutscht der Schnee an steilen Hängen manchmal plötzlich nach unten und reißt immer mehr Schnee mit sich. Im Klartext: Eine Lawine geht ab.
Habt ihr schon mal von Lawinenunglücken gehört oder Bilder von Lawinen gesehen? Viele Skifahrer und Snowboarder sind schon unter Lawinen begraben worden. Wer viel Glück hatte, wurde gerettet – vor allem, wenn er Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte (LVS), umgangssprachlich Lawinenpiepser, bei sich trug –, viele konnten aber nur noch tot geborgen werden. In den Alpen, beispielsweise in den bekannten Skiorten St. Anton oder Galtür in Österreich, sind vor einigen Jahren durch Riesen-Lawinen sogar Häuser und Straßen verschüttet worden.
Lawinen können mit einem Tempo von bis zu 350 Stundenkilometern ins Tal rasen – das entspricht der Höchstgeschwindigkeit der schnellsten Formel-1-Rennwagen.
Manchmal hört ihr in den Wintersport-Orten von den umliegenden Bergen Explosionen: Das hört sich schlimmer an, als es ist. Lawinenexperten sprengen oberhalb von Pass-Straßen, Pisten und gefährdeten Siedlungen nach starken Schneefällen regelmäßig Lawinen ab. Sonst müssten Skigebiete abgesperrt werden. Besteht Lawinengefahr, warnen an solchen Stellen schwarz-gelbe Schilder.
Wieso heißt es Lawine?
Das Wort Lawine stammt vom lateinischen Wort „labi“ ab: Das bedeutet so viel wie gleiten oder schweben. Eine Lawine entsteht ja tatsächlich, wenn plötzlich große Schneemengen an steilen Hängen und Bergflanken herabgleiten.

