Nach vielen gefährlichen Wochen auf See gelangt er schließlich an die nordamerikanische Küste, und man vermutet, dass er unter anderem Neufundland entdeckt hat. Denn vor etwa 45 Jahren entdeckten Forscher auf Neufundland eine Wikingersiedlung, die – so glaubt man – auf Leif Eriksson zurückgeht. Als die Wikinger an Land gehen, sind Leif Eriksson und seine Mannschaft lange vor Christoph Kolumbus die ersten Europäer auf dem amerikanischen Kontinent.
Leif nannte das Land Vinland, was heute als „Weideland“ interpretiert wird. Um zu überwintern, baute er mit seinen Leuten Erdsodenhäuser. Im darauffolgenden Frühling kehrte die Mannschaft nach Hause, nach Grönland, zurück.
Leifs kleiner Bruder Thorwald machte sich als Nächster auf den Weg in den Westen und erforschte das unbekannte Land gründlicher. Er suchte einen Ort, wo er sich niederlassen konnte, um eine eigene Siedlung zu gründen. Allerdings trafen Thorwald und seine Leute auf die in Neufundland lebenden Beothuk-Indianer. Es kam zum Kampf, und Thorwald wurde tödlich verletzt. Bevor Thorwald starb, befahl er seinen Leuten nach Grönland zurückzukehren, er selbst wollte in Vinland begraben werden.
