Der Bundespräsident ist das Oberhaupt unseres Staates, deshalb wird er auch als „erster Mann im Staat“ bezeichnet. Der „erste Mann“ könnte auch eine „erste Frau“ sein, aber das gab es in Deutschland bislang noch nicht. Christian Wulff wurde am 30. Juni 2010 gewählt.
Der Bundespräsident ist in Deutschland das Staatsoberhaupt, aber nicht der Regierungschef. Vergleicht man unser Regierungssystem mit Großbritannien, dann wäre Christian Wulff so etwas wie der König, denn dort repräsentiert Königin Elizabeth II. das Volk. Regierungschef in Deutschland ist der Bundeskanzler beziehungsweise im Moment die Bundeskanzlerin, nämlich Angela Merkel. Anders s in Amerika: Dort ist der Präsident, er heißt derzeit Barack Obama, gleichzeitig Staatsoberhaupt und Regierungschef.
Zu den Aufgaben des Bundespräsidenten gehört, dass er sich um die Regierungschefs von anderen Ländern kümmert, wenn diese nach Deutschland zu Besuch kommen, denn er repräsentiert Deutschland. Er selbst reist auch in andere Länder, um Freundschaften mit den Ländern zu schließen.
Der Bundespräsident schließt auch Verträge mit anderen Ländern ab und steht mit seiner Unterschrift dafür ein, dass sich Deutschland an die Verträge hält. Außerdem ernennt und entlässt er die Bundesbeamten, die er aber nicht selbst aussucht, und unterschreibt die Gesetze, die im Bundestag beschlossen werden.
Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt, die sich nur für seine Wahl trifft. Seine Amtszeit dauert fünf Jahre. Er kann einmal wiedergewählt werden. Das bedeutet, man kann maximal zehn Jahre am Stück Bundespräsident sein.
Eine Liste der Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland seit dem Jahr 1949 gibt es übrigens im Internet-Auftritt des Deutschen Bundestages.
